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  Finalrunde in Genf 02.02 - 03.02.08

Damen Halbfinale - Favoriten setzen sich durch


Bei den Damen gab es nach zwei knappen Halbfinalspielen zwei Favoritensiege. Olten setzte sich mit 4:2 gegen YB durch und Rotweiss Wettingen bezwang GC Zürich mit 6:3.

Somit spielen wiederum die Bernerinnen und Zürcherinnen um den 3. Platz und Wettingen und Olten spielen um den Titel

BSC YB Bern - Grasshoppers Club Zürich
SR: Sutter, Crameri; Zuschauer: 50

Beide Teams sind gestern nach einem harten und knappen Halbfinale aus dem Titel rennen ausgeschieden. Heute bot sich für ein Team trotzdem die Möglichkeit eine Medaille zu holen.
Nach einer 5 minütigen Abtastphase gelang es YB das 1:0 schiessen. Fabienne Wälti schoss die Bernerinnen in Führung. Wiederum Wälti vergab 2 Minuten später zum 2:0. Jedoch gelang es den Zürcherinnen im direkten Gegenstoss die erste Ecke herauszuholen. Monika Malzacher verwertete diese Ecke souverän zum 1:1 Ausgleich.
Das Spiel entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch in der YB einige grosse Chancen vergab und Funiciello einige mal für die Bernerinnen retten musste. Es waren aber die Zürcherinnen welche auf 1:2 zu erhöhen vermochten in der 18. Minute. Priska Keller schloss einen Gegenstoss nach einem Abpraller ab.
Kurz nach der Pause vermochte Bugmann mit einem Doppelpack in der 23. und 24. Minute auf 3:2 zu erhöhen. Kurz darauf erhielt GC einen 7 Meter zugesprochen, da YB eine Ecke regelwiederig gestoppt hatte. Malzacher tratt für GC an - und vergab. Funiciello wehrte den flachen Schuss ab.
Danach versuchte GC alles um den Ausgleich wieder herzustellen. Es gelang ihnen nicht. Bugmann erhöhte mit einem weiteren Sololauf in der 34. Minute auf 4:2 worauf GC den Torwart aus dem Tor nahm. Es nütze jedoch nichts mehr. YB gewinnt verdient mit 4:2 und sichert sich somit die Bronze Medaille.


HC Olten - HC Rotweiss Wettingen
SR: Bircher, Hunziker; Zuschauer: 100

Mit Olten und Wettingen wiederholte sich das Finale der letzten Jahre. Beide Mannschaften vermochten nicht im Halbfinale zu dominieren und konnten sich nur durch einen harten Kampf für das Finale qualifizieren.
Die Aargauerinnen starteten besser in die Partie und hatten mit Torschützenkönigin Stephanie Wälti sogleich auch die erste Chance, welche aber durch Sabine Lecsko entschärft wurde. Den Oltnerinnen wurde hingegen die erste Ecke des Spiels in der 2. Spielminute zugesprochen. Die Halbrechts geschossene Ecke von Carmen Bello wurde souverän von Christine Benz gehalten.
In der 3. Spielminute gelang es dan Melina Antoniadis das erste Tor des Finalspiels nach einem Gegenstoss.  Beide Teams spielten defensiv und riskierten am Anfang des Spiels fast nichts. Rotweiss gelang es dann in der 7. Minute auf 2:0 erhöhen. Fabienne Ehrler nutzte einen Abpraller nach einer schönen Parade von Lecsko.
Das Spiel ging hin und her ohne wirklich grosse Chancen. Beide Teams spielten weiterhin auf Sicherheit. So gelang es Rotweiss mittels zwei Gegenstössen in der 18. (Daniela Schwarz) und 19. Minute (Stephanie Wälti)auf 4:0 zu erhöhen. Wettingen führte somit mit 4 Toren aus 4 Chancen verdient zur Pause mit 4:0.

Nach der Pause versuchte Olten wieder ins Spiel zurückzufinden was ihnen auch gut gelang. Sie vermochten den Druck einwenig zu erhöhen. Die Tore wollten für die Oltnerinnen nicht fallen. Jedoch war es wiederum Rotweiss das auf 5:0 erhöhen vermochte. Lena Wiegmann traff für die Aargauerinnen in der 28. Minute.
In der 29. Minute gelang es Olten schliesslich ihr erstes Tor zu schiessen. Carmen Bello traff mit einem platzierten Flachschuss zum 5:1. In der Folge gelang es Olten wieder das Tempo einwenig zu erhöhen und die Wettingerinnen mehr unter Druck zu setzen. Jedoch konnten sie das 6:1 von Stephanie Wälti in der 34. Minute nicht verhindern. Daraufhin ersetzte Olten Trainer Paul Schneider seine Torfrau durch eine 6. Feldspielerin. Somit setzte Olten nun Rotweiss noch mehr unter Druck. Olten erspielte sich auch mehrere Chancen und auch Ecken. Tore fielen aber für die Oltnerinnen keine mehr. Im Gegenteil: 40 Sekunden vor Schluss schob Melina Antoniadis den Ball noch ins leere Tor ein und sicherte somit Rotweiss Wettingen das 7:1.

Rotweiss Wettingen war das effizientere und energische Team in einem guten Finalspiel, in dem die Oltnerinnen über 40 Minuten kämpften und alles mögliche versuchten.

Swiss Hockey gratuliert somit Rotweiss Wettingen zum Schweizer Hallen Meistertitel!

Ehrungen Damen:
Beste Spielerin: Karin Bugmann, BSC YB
Torschützenkönigin: Stephanie Wälti, RWW
Beste Torhüterin: Christine Benz, RWW



Herren: Luzern und GC setzten sich im Halbfinale durch

Luzern bezwang Rotweiss Wettingen mit 6:5. Es war ein packendes und enges Spiel und hätte schlussendlich auf beide Seiten kippen können. Luzern führte kurz vor Schluss noch mit 6:3. Rotweiss gelang es in den Schlussminuten noch auf 6:5 heranzukommen.

Im anderen Spiel setzte sich GC gegen Servette mit 6:4 durch. GC das schlau aggierte steht verdient im Finale und ist sicher das Überraschungsteam der Saison!


Servette HC Genève - HC Rotweiss Wettingen
SR: Lingg, Fawer; Zuschauer: 80

Rotweiss Wettingen überraschte alle Zuschauer in der Halle gleich zu Beginn: Sie begannen mit 6 Feldspieler und somit ohne Torwart. Sie übten sehr grossen Druck auf Servette aus und bauten ruhig auf. Servette war somit gezwungen sehr tief zu stehen. Schnell wurde aber auch ersichtlich, dass sich im Drucksystem von Rotweiss einige Lücken zu finden waren. Eine solche Lücke nützte Nichoals Stehle aus und bracht die Genfer in der 6. Minute in Führung. Es schlichen sich weitere Stellungsfehler ein bei den Wettingern, welche direkt mit Toren bestraft wurden: Mathieu Gisin erhöte in der 8. und 9. Minute auf 3:0. In der 10. Minute wurde Rotweiss endlich für ihr Risiko. Mittels Kurzer Ecke gelang es Manuel Keller mit einem satten Flachschuss auf 3:1 zu verkürzen. Mathieu Gisin gelang es aber direkt nach dem Anspiel den 3 Tore Vorsprung wieder herzustellen.
Wer jetzt aber dachte, dass es damit um Rotweiss geschehn war täuschte sich: Innerhalb von 6 Minuten vermochten die Rotweisen auszugleichen: Jamie Moreno (12.), Daniele Rossi (14.) und Michael Kloter (17.) traffen für die Aargauer. Nun war Servette wieder an der Reihe. In der 18. und 20. Minute gelang es Marc Northcott auf 6:4 zu erhöhen.
Direkt nach dem Anpfiff gelang es Nicolas Stehle auf 7:4 erhöhen, er wurde sträflich alleine gelassen nach einem weiteren Stellungsfehler der Wettinger. Servette zog danach bis auf 9:4 davon (Philippe Bernhard (KE, 23.) und Alexis Pierard (26.)), bevor dann wieder Rotweiss Wettingen auf 9:6 herankam (Michael Kloter (27.) und Patrick Müller (31.)). In der 29. Minute nahm Rotweiss ein Timeout und brachte den jungen Torwart Christian Portmann.
Wettingen versuchte in Folge nochmals alles nach vorne zu werfen. Aber es sollte nichts mehr nützen. Mathieu Gisin in der 39. und Nicoals Stehle 20 Sekunden vor Schluss sicherten den Genfern einen 11:6 Heimsieg!

Servette holt sich in einem packenden Spiel mit 17 Toren verdient den 3. Platz gegen eine junge kämpferische Wettinger, welche für ihr Risiko leider nicht belohnt wurden.


Luzerner SC - Grasshoppers Club Zürich
SR: Wimmer, Messerli; Zuschauer: 200


Das Spiel begann mit einem vorsichtigen Abtasten. Beide Teams fingen defensiv an und wollten nichts risikieren. Luzern erspielte sich mit Thomas Gähwiler die erste Chance des Spiels. Im direkten Gegenzug gelang Papis Konrad von GC ein Direktablenker an den Pfosten.
Nach einer schönen Passstaffete gelang es Christoph Ober schliesslich in der 6. Minute das Führungstor für die Zürcher. Luzern brauchte eine Weile bis sie diesen Treffer verdaut hatten und zurück ins Spiel fanden. Als dies aber geschehen war rollten die Angriffe immer öfters aufs Tor von Julien Guizetti. Dieser hielt souverän den Zürcher Kasten sauber.
In der 15. Minute erspielte sich der LSC die erste Ecke der Partie. Michael Casagrande legte auf Fabian Wullschleger ab und dieser traf zum 1:1 Ausgleich. Die Luzerner steigerten sich weiter und erhöhten das Tempo. Die Folge davon war die zweite Ecke des Spiels in der 18. Minute. Dieses mal verwertete Michael Casagrande gleich selber. Ein GC - Spieler war jedoch noch am Schuss dran.
Zur Pause führten also die Titelverteidiger aus Luzern mit 2:1. Aber ein Spaziergang war es allemal nicht. Die Zürcher spielten solide und setzten Luzern abermals vor schwierigen Aufgaben.
Die zweite Halbzeit fing mit einer Serie von Grosschancen für Frantisek Cernansky an. Mehrere Male erspielte er sich Chancen oder wurden von den Zürchern freigespielt. Das Tor wollte aber vorerst nicht fallen.
In der 29. Minuten gelang es dann Frantisek Cernansky mit einem wunderbaren Treffer GC zum Ausgleich zu führen. Das Spiel wurde nun hektischer und hitziger. Die Zürcher hatten das Spieldiktat übernommen, vermochten es aber nicht in Tore ummünzen. Luca Sommavilla vermochte 2 Ecken nicht im luzernerischen Tor unterzubringen und Martin Cernansky vergab auch aus aussichtsreicher Position (Lattenschuss)!
Plötzlich kippte wieder das Spiel zu gunsten der Luzerner. Sie erhöhten wieder um den Druck kamen zu mehreren Chancen und zu einer Ecke. GC Torwart Guizetti war aber auf der Höhe seiner Aufgabe und somit lautete das Resultat 3 Minuten vor Schluss immernoch 2:2. GC nahm in der Folge ein Timeout.
Da in den verbliebenden 3 Minuten keine Tore mehr geschossen wurden mussten beide Teams in der Verlängerung nachsitzen.
Die ersten beiden Grosschancen in der Verlängerung gehörten dem LSC. Michael Casagrande und Daniel Koch gelang es nicht den Zürcher Schlussmann Guizetti zu bezwingen. Danach entschärfte der Luzerner Torhüter Dominic einige GC Chancen. Wiederum Frantisek Cernansky vergab aus aussichtsreichster Position zweimal.
Wiederum GC eröffnete das Skore in der Verlängerung: In der 6. Minute gelang es Christoph Ober die Zürcher 2:3 in Führung zu schiessen. Nach dem Seitenwechsel setzte nun der LSC alles auf den Angriff und machte die Räume sehr schnell zu. Dabei schaute eine Ecke in der 11. Minute für die Luzerner heraus, welche sogleich von Michael Casagrande zum 3:3 Ausgleich genutzt wurde. Die Luzerner blieben weiter am Drücker und holten in der 12. Minute erneut eine Ecke heraus. Dieses Mal war Guezetti auf der Hut und hielt den Ablagenschuss von Fabian Wullschleger. Luzern drückt immer weiter und hat kurz vor Schluss 3 Grosschancen hintereinander, welche allesamt sensationell von Julien Guizetti pariert werden. Im Anschluss dieser hektischen Aktion erhält der LSC 23 Sekunden vor Schluss eine Ecke zugesprochen, worauf Coach Peter Gerhard ein Timeout nimmt. Luzern vergibt die Ecke und Guizetti hält auch den darauffolgenden Abpraller. Daniel Koch erhält nach Spielschluss noch eine unbedeutende Gelbe Karte. Unbedeutend, da er am anschliessenden 7 Meterschiessen trotzdem teilnehmen kann.

Der Luzerner SC beginnt im 7 - Meterschiessen. Hier die kurze Geschichte des 7-Meter Krimis:

Thomas Gähwiler verwertet souverän mittig hoch - 4:3
Luca Sommavilla schiesst schwach und Dominic Wullschleger hält den Schuss - 4:3
Stefan Affolter schiesst unplatziert und Guizetti hat keine Mühe den Schuss zu halten - 4:3
Richner Roman trifft den rechten Pfosten, Dominic Wullschleger wäre in der falschen Ecke gewesen - 4:3
Michael Casagrande trifft ebenfalls den rechten Pfosten - 4:3
Frantisek Cernansky: Schiesst rechts oben, aber schwach;
Dominic Wullschleger hält souverän - 4:3
Lars Bamberger schiesst am Tor vorbei - 4:3
Martin Cernansky schiesst hart links halbhoch aufs Tor und trifft;
Dominic Wullschleger lenkt den Ball noch ins Tor - 4:4
Fabian Wullschleger verwertet souverän zur 5:4 Führung
Ober Christoph schiesst schwach, Dominic Wullschleger hält und somit gewinnt der LSC mit 5:4!

Der Luzerner SC gewinnt nach einem packenden Finale mit 5:4! Die Zürcher müssen den Kopf nicht hängen lassen, den sie haben ein sehr gutes Spiel abgeliefert und gewinnen Silber!

Swiss Hockey gratuliert dem Luzerner SC zum Schweizer Hallen Meistertitel!

Ehrungen Herren:
Bester Spieler: Cernansky Frantisek, GC Zürich
Torschützenkönig Philippe Bernhard, SHC und Michael Casagrande (LSC)
Bester Torwart: Julien Guizetti, GC Zürich


                                                             Für Swiss Hockey berichtete aus Genf Aditya Pasarakonda