|
Damen Halbfinale - Favoriten setzen sich durch
Bei den Damen gab es nach zwei knappen Halbfinalspielen zwei Favoritensiege.
Olten setzte sich mit 4:2 gegen YB durch und Rotweiss Wettingen bezwang GC
Zürich mit 6:3.
Somit spielen wiederum die Bernerinnen und Zürcherinnen um den 3. Platz
und Wettingen und Olten spielen um den TitelBSC YB
Bern - Grasshoppers Club Zürich
SR: Sutter, Crameri;
Zuschauer: 50
Beide Teams sind gestern nach einem harten und knappen Halbfinale aus dem
Titel rennen ausgeschieden. Heute bot sich für ein Team trotzdem die
Möglichkeit eine Medaille zu holen.
Nach einer 5 minütigen Abtastphase gelang es YB das 1:0 schiessen. Fabienne
Wälti schoss die Bernerinnen in Führung. Wiederum Wälti vergab 2 Minuten
später zum 2:0. Jedoch gelang es den Zürcherinnen im direkten Gegenstoss die
erste Ecke herauszuholen. Monika Malzacher verwertete diese Ecke souverän
zum 1:1 Ausgleich.
Das Spiel entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch in der YB einige
grosse Chancen vergab und Funiciello einige mal für die Bernerinnen retten
musste. Es waren aber die Zürcherinnen welche auf 1:2 zu erhöhen vermochten
in der 18. Minute. Priska Keller schloss einen Gegenstoss nach einem
Abpraller ab.
Kurz nach der Pause vermochte Bugmann mit einem Doppelpack in der 23. und
24. Minute auf 3:2 zu erhöhen. Kurz darauf erhielt GC einen 7 Meter
zugesprochen, da YB eine Ecke regelwiederig gestoppt hatte. Malzacher tratt
für GC an - und vergab. Funiciello wehrte den flachen Schuss ab.
Danach versuchte GC alles um den Ausgleich wieder herzustellen. Es gelang
ihnen nicht. Bugmann erhöhte mit einem weiteren Sololauf in der 34. Minute
auf 4:2 worauf GC den Torwart aus dem Tor nahm. Es nütze jedoch nichts mehr.
YB gewinnt verdient mit 4:2 und sichert sich somit die Bronze Medaille.
HC Olten - HC Rotweiss Wettingen
SR: Bircher, Hunziker; Zuschauer: 100
Mit Olten und Wettingen wiederholte sich das Finale der letzten Jahre. Beide
Mannschaften vermochten nicht im Halbfinale zu dominieren und konnten sich
nur durch einen harten Kampf für das Finale qualifizieren.
Die Aargauerinnen starteten besser in die Partie und hatten mit
Torschützenkönigin Stephanie Wälti sogleich auch die erste Chance, welche
aber durch Sabine Lecsko entschärft wurde. Den Oltnerinnen wurde hingegen
die erste Ecke des Spiels in der 2. Spielminute zugesprochen. Die Halbrechts
geschossene Ecke von Carmen Bello wurde souverän von Christine Benz
gehalten.
In der 3. Spielminute gelang es dan Melina Antoniadis das erste Tor des
Finalspiels nach einem Gegenstoss. Beide Teams spielten defensiv und
riskierten am Anfang des Spiels fast nichts. Rotweiss gelang es dann in der
7. Minute auf 2:0 erhöhen. Fabienne Ehrler nutzte einen Abpraller nach einer
schönen Parade von Lecsko.
Das Spiel ging hin und her ohne wirklich grosse Chancen. Beide Teams
spielten weiterhin auf Sicherheit. So gelang es Rotweiss mittels zwei
Gegenstössen in der 18. (Daniela Schwarz) und 19. Minute (Stephanie
Wälti)auf 4:0 zu erhöhen. Wettingen führte somit mit 4 Toren aus 4 Chancen
verdient zur Pause mit 4:0.
Nach der Pause versuchte Olten wieder ins Spiel zurückzufinden was ihnen
auch gut gelang. Sie vermochten den Druck einwenig zu erhöhen. Die Tore
wollten für die Oltnerinnen nicht fallen. Jedoch war es wiederum Rotweiss
das auf 5:0 erhöhen vermochte. Lena Wiegmann traff für die Aargauerinnen in
der 28. Minute.
In der 29. Minute gelang es Olten schliesslich ihr erstes Tor zu schiessen.
Carmen Bello traff mit einem platzierten Flachschuss zum 5:1. In der Folge
gelang es Olten wieder das Tempo einwenig zu erhöhen und die Wettingerinnen
mehr unter Druck zu setzen. Jedoch konnten sie das 6:1 von Stephanie Wälti
in der 34. Minute nicht verhindern. Daraufhin ersetzte Olten Trainer Paul
Schneider seine Torfrau durch eine 6. Feldspielerin. Somit setzte Olten nun
Rotweiss noch mehr unter Druck. Olten erspielte sich auch mehrere Chancen
und auch Ecken. Tore fielen aber für die Oltnerinnen keine mehr. Im
Gegenteil: 40 Sekunden vor Schluss schob Melina Antoniadis den Ball noch ins
leere Tor ein und sicherte somit Rotweiss Wettingen das 7:1.
Rotweiss Wettingen war das effizientere und energische Team in einem guten
Finalspiel, in dem die Oltnerinnen über 40 Minuten kämpften und alles
mögliche versuchten.
Swiss Hockey gratuliert somit Rotweiss Wettingen zum Schweizer Hallen
Meistertitel!
Ehrungen Damen:
Beste Spielerin: Karin Bugmann, BSC YB
Torschützenkönigin: Stephanie Wälti, RWW
Beste Torhüterin: Christine Benz, RWW
Herren: Luzern und GC setzten sich im Halbfinale durch
Luzern bezwang Rotweiss Wettingen mit 6:5. Es war ein packendes und enges Spiel und
hätte schlussendlich auf beide Seiten kippen können. Luzern führte kurz vor
Schluss noch mit 6:3. Rotweiss gelang es in den Schlussminuten noch auf 6:5
heranzukommen.
Im anderen Spiel setzte sich GC gegen Servette mit 6:4 durch. GC das schlau
aggierte steht verdient im Finale und ist sicher das Überraschungsteam der
Saison!
Servette HC Genève - HC Rotweiss Wettingen
SR: Lingg, Fawer; Zuschauer: 80
Rotweiss Wettingen überraschte alle Zuschauer in der Halle
gleich zu Beginn: Sie begannen mit 6 Feldspieler und somit ohne Torwart. Sie
übten sehr grossen Druck auf Servette aus und bauten ruhig auf. Servette war
somit gezwungen sehr tief zu stehen. Schnell wurde aber auch ersichtlich,
dass sich im Drucksystem von Rotweiss einige Lücken zu finden waren. Eine
solche Lücke nützte Nichoals Stehle aus und bracht die Genfer in der 6.
Minute in Führung. Es schlichen sich weitere Stellungsfehler ein bei den
Wettingern, welche direkt mit Toren bestraft wurden: Mathieu Gisin erhöte in
der 8. und 9. Minute auf 3:0. In der 10. Minute wurde Rotweiss endlich für
ihr Risiko. Mittels Kurzer Ecke gelang es Manuel Keller mit einem satten
Flachschuss auf 3:1 zu verkürzen. Mathieu Gisin gelang es aber direkt nach
dem Anspiel den 3 Tore Vorsprung wieder herzustellen.
Wer jetzt aber dachte, dass es damit um Rotweiss geschehn war täuschte sich:
Innerhalb von 6 Minuten vermochten die Rotweisen auszugleichen: Jamie Moreno
(12.), Daniele Rossi (14.) und Michael Kloter (17.) traffen für die
Aargauer. Nun war Servette wieder an der Reihe. In der 18. und 20. Minute
gelang es Marc Northcott auf 6:4 zu erhöhen.
Direkt nach dem Anpfiff gelang es Nicolas Stehle auf 7:4 erhöhen, er wurde
sträflich alleine gelassen nach einem weiteren Stellungsfehler der Wettinger.
Servette zog danach bis auf 9:4 davon (Philippe Bernhard (KE, 23.) und
Alexis Pierard (26.)), bevor dann wieder Rotweiss Wettingen auf 9:6 herankam
(Michael Kloter (27.) und Patrick Müller (31.)). In der 29. Minute nahm
Rotweiss ein Timeout und brachte den jungen Torwart Christian Portmann.
Wettingen versuchte in Folge nochmals alles nach vorne zu werfen. Aber es
sollte nichts mehr nützen. Mathieu Gisin in der 39. und Nicoals Stehle 20
Sekunden vor Schluss sicherten den Genfern einen 11:6 Heimsieg!
Servette holt sich in einem packenden Spiel mit 17 Toren verdient den 3.
Platz gegen eine junge kämpferische Wettinger, welche für ihr Risiko leider
nicht belohnt wurden.
Luzerner SC - Grasshoppers Club Zürich
SR: Wimmer, Messerli; Zuschauer: 200
Das Spiel begann mit einem vorsichtigen Abtasten. Beide Teams fingen
defensiv an und wollten nichts risikieren. Luzern erspielte sich mit Thomas
Gähwiler die erste Chance des Spiels. Im direkten Gegenzug gelang Papis
Konrad von GC ein Direktablenker an den Pfosten.
Nach einer schönen Passstaffete gelang es Christoph Ober schliesslich in der
6. Minute das Führungstor für die Zürcher. Luzern brauchte eine Weile bis
sie diesen Treffer verdaut hatten und zurück ins Spiel fanden. Als dies aber
geschehen war rollten die Angriffe immer öfters aufs Tor von Julien Guizetti.
Dieser hielt souverän den Zürcher Kasten sauber.
In der 15. Minute erspielte sich der LSC die erste Ecke der Partie. Michael
Casagrande legte auf Fabian Wullschleger ab und dieser traf zum 1:1
Ausgleich. Die Luzerner steigerten sich weiter und erhöhten das Tempo. Die
Folge davon war die zweite Ecke des Spiels in der 18. Minute. Dieses mal
verwertete Michael Casagrande gleich selber. Ein GC - Spieler war jedoch
noch am Schuss dran.
Zur Pause führten also die Titelverteidiger aus Luzern mit 2:1. Aber ein
Spaziergang war es allemal nicht. Die Zürcher spielten solide und setzten
Luzern abermals vor schwierigen Aufgaben.
Die zweite Halbzeit fing mit einer Serie von Grosschancen für Frantisek
Cernansky an. Mehrere Male erspielte er sich Chancen oder wurden von den
Zürchern freigespielt. Das Tor wollte aber vorerst nicht fallen.
In der 29. Minuten gelang es dann Frantisek Cernansky mit einem wunderbaren
Treffer GC zum Ausgleich zu führen. Das Spiel wurde nun hektischer und
hitziger. Die Zürcher hatten das Spieldiktat übernommen, vermochten es aber
nicht in Tore ummünzen. Luca Sommavilla vermochte 2 Ecken nicht im
luzernerischen Tor unterzubringen und Martin Cernansky vergab auch aus
aussichtsreicher Position (Lattenschuss)!
Plötzlich kippte wieder das Spiel zu gunsten der Luzerner. Sie erhöhten
wieder um den Druck kamen zu mehreren Chancen und zu einer Ecke. GC Torwart
Guizetti war aber auf der Höhe seiner Aufgabe und somit lautete das Resultat
3 Minuten vor Schluss immernoch 2:2. GC nahm in der Folge ein Timeout.
Da in den verbliebenden 3 Minuten keine Tore mehr geschossen wurden mussten
beide Teams in der Verlängerung nachsitzen.
Die ersten beiden Grosschancen in der Verlängerung gehörten dem LSC. Michael
Casagrande und Daniel Koch gelang es nicht den Zürcher Schlussmann Guizetti
zu bezwingen. Danach entschärfte der Luzerner Torhüter Dominic einige GC
Chancen. Wiederum Frantisek Cernansky vergab aus aussichtsreichster Position
zweimal.
Wiederum GC eröffnete das Skore in der Verlängerung: In der 6. Minute gelang
es Christoph Ober die Zürcher 2:3 in Führung zu schiessen. Nach dem
Seitenwechsel setzte nun der LSC alles auf den Angriff und machte die Räume
sehr schnell zu. Dabei schaute eine Ecke in der 11. Minute für die Luzerner
heraus, welche sogleich von Michael Casagrande zum 3:3 Ausgleich genutzt
wurde. Die Luzerner blieben weiter am Drücker und holten in der 12. Minute
erneut eine Ecke heraus. Dieses Mal war Guezetti auf der Hut und hielt den
Ablagenschuss von Fabian Wullschleger. Luzern drückt immer weiter und hat
kurz vor Schluss 3 Grosschancen hintereinander, welche allesamt sensationell
von Julien Guizetti pariert werden. Im Anschluss dieser hektischen Aktion
erhält der LSC 23 Sekunden vor Schluss eine Ecke zugesprochen, worauf Coach
Peter Gerhard ein Timeout nimmt. Luzern vergibt die Ecke und Guizetti hält
auch den darauffolgenden Abpraller. Daniel Koch erhält nach Spielschluss
noch eine unbedeutende Gelbe Karte. Unbedeutend, da er am anschliessenden 7
Meterschiessen trotzdem teilnehmen kann.
Der Luzerner SC beginnt im 7 - Meterschiessen. Hier die kurze Geschichte des
7-Meter Krimis:
Thomas Gähwiler verwertet souverän mittig hoch - 4:3
Luca
Sommavilla schiesst schwach und Dominic Wullschleger hält den Schuss - 4:3
Stefan Affolter schiesst unplatziert und Guizetti hat keine Mühe den Schuss
zu halten - 4:3
Richner Roman trifft den rechten Pfosten, Dominic Wullschleger wäre in der
falschen Ecke gewesen - 4:3
Michael Casagrande trifft ebenfalls den rechten Pfosten - 4:3
Frantisek Cernansky: Schiesst rechts oben, aber schwach;
Dominic Wullschleger hält souverän - 4:3
Lars Bamberger schiesst am Tor vorbei - 4:3
Martin Cernansky schiesst hart links halbhoch aufs Tor und trifft;
Dominic Wullschleger lenkt den Ball noch ins Tor - 4:4
Fabian Wullschleger verwertet souverän zur 5:4 Führung
Ober Christoph schiesst schwach, Dominic Wullschleger hält und somit gewinnt
der LSC mit 5:4!
Der Luzerner SC gewinnt nach einem packenden Finale mit 5:4! Die
Zürcher müssen den Kopf nicht hängen lassen, den sie haben ein sehr gutes
Spiel abgeliefert und gewinnen Silber!
Swiss Hockey gratuliert dem Luzerner SC zum Schweizer Hallen
Meistertitel!
Ehrungen Herren:
Bester Spieler: Cernansky Frantisek, GC Zürich
Torschützenkönig Philippe Bernhard, SHC und Michael Casagrande (LSC)
Bester Torwart: Julien Guizetti, GC Zürich
Für Swiss Hockey berichtete aus Genf Aditya Pasarakonda |